Akoya Perlen
Charakteristisch ist, dass die beiden Muschelarten nur sehr wenig Perlmutt absondern. Sehr viel weniger als andere Zuchtarten aus dem Salz- oder Süßwasser. Darum haben Akoya Perlen eine dünnere Perlmuttbeschichtung und wachsen langsamer.
Die handelsübliche Bezeichnung Akoya Perlen steht für Perlen dieser Muschelarten, die durch den Eingriff des Menschen entstanden. Wie bei allen gezüchteten Perlen wird ein Stück Perlmutt mit einem Mantelgewebeteil einer Spendermuschelin das Tier eingepflanzt. Die Muschel kann den Fremdkörper nicht loswerden und versucht sich davor zu schützen, indem sie ihn mit Perlmuttschichten ummantelt. Nach einigen Jahren erhält man so die begehrten Akoya Perlen.
Perlen produzierende Meerwassermuscheln sind kleiner als ihre Verwandten im Süßwasser, weshalb Salzwasserperlen ebenfalls entsprechend kleiner sind. Akoya Perlen erreichen maximal eine Größe von 9 mm. Zudem sind die Tiere viel empfindlicher und reagieren vor allem auf unreines Wasser höchst sensibel. Sie sterben bei widrigen Bedingungen sehr schnell ab, weshalb Akoya Perlen wertvoller als Süßwasserzuchtperlen sind.
Die meisten dieser Perlen werden behandelt und gebleicht oder gefärbt. Von Natur aus sind Akoya Perlen eher gräulich-weiß, teilweise gelblich mit einem Grünstich. Daher ist es üblich, sie zu bleichen, um sie strahlend weiß zu bekommen. Sie werden auch gerne in rosé, apricot oder dunkelblau/grün gefärbt angeboten.
Die Qualität bestimmt den Preis und hier spielt vor allem die Größe der Perle eine wichtige Rolle. Je größer die Akoya Perlen, desto teurer sind sie. Sie werden umso wertvoller, wenn sie möglichst wenige Wachstumsmerkmale wie Beulen oder Dellen und einen schönen Glanz (Lüster) aufweisen. So kann der Wert einer Kette aus Akoya Perlen je nach Qualität zwischen 200€ und 5000€ liegen.
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