Zuchtperlen
Hierbei werden der Muschel ein gedrechselter Kern aus der Schale der Mississippi-Muschel und ein Stück Mantelgewebe von einer Spendermuschel eingepflanzt, woraus dann bestenfalls die begehrten Zuchtperlen entstehen. Die operierten Muscheln werden auf Muschelfarmen in speziellen Körben über Jahre gehalten, damit sie ihre Perlen bilden können. Dabei ummanteln die Tiere den Kern mit immer neuen Schichten Perlmutt, weshalb aufgeschnittene Perlen ähnlich einem Baum Wachstumsringe aufweisen. Doch so einfach ist es nicht, an Zuchtperlen zu kommen, denn viele Muscheln überleben den Eingriff nicht oder bilden keine Perle um den eingesetzten Kern. Nur ein Drittel der behandelten Tiere produzieren dann auch wirklich Zuchtperlen und nur 10 % sind kommerziell nutzbar.
Bekannt sind vor allem Süßwasserzuchtperlen. Da die Perlen produzierenden Muscheln im Süßwasser etwas größer als ihre Vertreter im Salzwasser sind, können sie auch größere Perlen produzieren. Zuchtperlen aus dem Meerwasser sind teurer, da diese Tiere viel empfindlicher gegenüber schmutzigem Wasser sind. Hier ist die Ausbeute geringer. Bekannt sind die Akoya-Zuchtperlen, die häufig auch einfach nur Salzwasserzuchtperlen genannt werden.
Eine der teuersten Varianten der Zuchtperlen sind die von der schwarzlippigen Salzwassermuschel produzierten Tahiti-Perlen, wobei hier vor allem die schwarzen Perlen Höchstpreise erzielen. Da diese Perlen nur in den ganz reinen und ruhigen Gewässern Tahitis wachsen, kommen sie selten vor. Insbesondere die dunklen Zuchtperlen beeindrucken mit außergewöhnlicher Schönheit.
Die kostspieligste Zuchtperle ist die Südseeperle. Auch hier bestimmt ihr eingeschränktes Verbreitungsgebiet den Preis. Die Perlen dieser silber- oder goldlippigen Muscheln sind weiß oder gelb und vor allem auch wegen ihrer außergewöhnlichen Größe begehrt, denn da die Muscheln eine Größe von 30 – 40 cm erreichen, haben die von ihnen gewonnenen Zuchtperlen bis zu 20 mm Durchmesser.
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